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Du kannst nicht nicht kommunizieren

Lass einmal das folgende Zitat bei dir landen: „Transparente Kommunikation ist die Evolution unserer Kommunikation zur Beziehungsfähigkeit“ (Thomas Hübl). Vielleicht bemerkst du bereits hier, dass es einen gravierenden Unterschied zwischen wahlloser und transparenter Kommunikation gibt. Wir können nicht nicht kommunizieren. Selbst wenn wir keine Worte verwenden, sprechen wir mit unserer Mimik, Gestik und unserer Körpersprache. Wenn wir also mit all unserem Sein und Handeln etwas zum Ausdruck bringen, lässt das doch vermuten, dass wir darauf Einfluss nehmen können. Wir können unsere Gedanken verschleiern, indem wir sie verblümt oder sogar gegenteilig äußern. Oder wir entscheiden uns dazu unser Herz auf der Zunge zu tragen.

Beleuchte deine Schattenanteile

Transparente Kommunikation beginnt bei dir selbst, indem du dir darüber bewusst wirst, welche Kommunikationsmuster in dir sind. Welche Emotionen und Gefühle sind in dir präsent, wenn du mit anderen kommunizierst? Welche Anteile verbleiben dabei im Dunkeln und sind dir gar nicht zugänglich? Das würde bedeuten, dass es einen Blick in deine Schattenwelt braucht, um dir über diese Anteile bewusst zu werden und sie ins Hier und Jetzt zu holen. Nimmst du Kontakt zu deinen Schattenanteilen auf und beziehst dich auf sie, wird deine Kommunikation dichter und reicher. Damit vergrößerst du deinen Kommunikationsbeitrag, ebenso wie deinen kulturellen Beitrag.

Schärfe deine Wahrnehmung

Verbinden wir uns mit den Anteilen, die wir für lange Zeit in unser inneres Nirwana verfrachtet haben, fällt es uns viel leichter, mit Anderen in Beziehung zu treten. Das bemerkst du selbst, indem du viel stärker mitbekommst, was der Andere hört und wie es deinem Gegenüber geht, wenn er dir zuhört. In dieser Klarheit beziehe ich den anderen im Außen mit ein. Dadurch dehnst du den Radius deiner Bewusstheit aus. Er geht dann weit über dich und deinen Mikrokosmos hinaus. Dehnen wir unseren Bewusstseinsbereich aus, ermöglichen wir mehr Wahrnehmung für alle Anwesenden. Nimmst du selbst mehr wahr und lädst dein Gegenüber in deinen Wahrnehmungsbereich aka Bewusstseinsbereich ein, kann dieser ebenfalls mehr wahrnehmen.

Verbinde dich mit deinen Emotionen

Wahrnehmung lässt dich und dein Gegenüber mehr Spannungen oder Potenziale wahrnehmen. Dadurch gewinnt ihr beide an Erfahrungen, weil ihr Neues dazu lernt. Wann immer du dich von deinen Emotionen und Gefühlen innerlich distanzierst, schaffst du im Gegenteil alle möglichen Räume für unbewusste Beziehungsdynamiken. Das geschieht in den meisten Fällen völlig unbewusst. Genau deshalb ist es so unglaublich wichtig in Konflikten präsent und anwesend zu sein, damit Kontakt entstehen kann. Wahrhaftiges und authentisches in Kontakt treten im jeweiligen Status Quo. Nur so gibst du dir selbst die Chance, dich weiterzuentwickeln.

Hinterfrage deine Beziehungsdynamiken

Lässt du dich nicht auf das ein, was gerade angenehm oder unangenehm ist, verhinderst du jegliche Form von Lernen und Entwicklung. Denn Lernen ist nur ein anderes Wort für Evolution. Und mit jedem Lernschritt entwickelst du dich weiter. Genau deshalb ist es so unglaublich lohnenswert, wenn du bestimmte Beziehungsdynamiken nicht einfach so hinnimmst, sondern die Oberfläche verlässt. Dadurch ermöglichst du dir selbst außerdem mehr über dein Gegenüber zu erfahren. Über dessen Gefühlswelt und dessen Verhaltensweisen. Damit kreieren wir ganz automatisch Raum für Vertrauen bis hin tiefen Freundschaften.

Menschen wollen gesehen werden

Für unsere Gesellschaft ist die Kompetenz des „dahinter Schauens“ super wertvoll. Jeder Mensch weiß, wie gut es tut, zutiefst gesehen zu werden. Das gilt auf privater Ebene, genauso wie im beruflichen Umfeld. Wirst du als Mitarbeiter von deinem Vorgesetzten zutiefst gesehen, nährt das euer Verhältnis, es erzeugt Kontakt und wirkt zudem motivierend bzw. aktivierend. Dann wird es menschlich. Und genau das brauchen wir heute mehr denn je. Wenn wir uns aus den Lücken unserer Unbewusstheit befreien, nehmen wir auch starken kulturellen Einfluss. Wir können zu Menschen werden, die einander wirklich sehen, weil sie wissen, wie gut es tut, gesehen zu werden.

Wechsele deine Perspektive

Let’s witness each other. Choose your words wisely! Bewusste Wahrnehmung impliziert eine bewusste Entscheidung dafür, die Oberfläche zu verlassen, ins Spüren zu kommen und die eigene Maske fallen zu lassen. Die daraus resultierenden Veränderungen beziehen sich nicht nur auf dich selbst. Auch für dein Umfeld bleibt diese Entwicklung nicht ungesehen. Und genau darum geht es. Falls Du eine kleine Wahrnehmungs-Übung in der Gruppe dazu machen möchtest, findest Du bei Thomas Hübl (https://soundcloud.com/thomashuebl/mit-den-augen-des-anderen) eine kleine Anleitung dazu. Mit den Augen des anderen wahrzunehmen geht dabei weit über einen schlichten Perspektivwechsel hinaus.

Unterstützung in dynamischen Zeiten

Ob nun im Team oder als Einzelperson, die heutige dynamische Lebens- und Arbeitswelt kann uns ganz schön strapazieren. Insofern du in diese Prozesse stärker einsteigen willst, die verschiedensten Anforderungen im Alltag ganzheitlich meistern und dabei die Beziehungen zueinander vertiefen möchtest, stehe ich dir zur Seite. Ob nun im Team oder als Einzelperson, ich unterstütze dich von Herzen gern auf diesem Weg.

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