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Warum gehst du arbeiten?

Die allermeisten Menschen müssen arbeiten. Das tun sie aus verschiedenen Gründen. Viele von ihnen wollen Geld verdienen, andere möchten etwas dazu lernen oder etwas Gutes tun. Manche Menschen arbeiten, weil ihnen ansonsten super langweilig wäre oder weil es eben der Norm entspricht. So individuell wie wir Menschen sind, werden wir auch auf verschiedene Weise motiviert. Deshalb ist es sinnvoll, dir selbst einmal Gedanken darüberzumachen, warum du arbeiten gehst. Wie gestaltest du dieses Tun? Besonders spannend dabei ist auch der Aspekt der bewussten Wahrnehmung. Arbeitest du bewusst, vielleicht sogar achtsam oder machst du einfach „nur“ deinen Job, indem die du die zugewiesenen Aufgaben deiner Kollegen und Vorgesetzten wie üblich erledigst?

Setze klare Grenzen

Vielleicht gab es schon mal Momente, in denen dir Aufgaben zugewiesen wurden, bei denen du gespürt hast, dass sie dich überfordern würden, wenn du sie annimmst. Und doch hast du sie erledigt. Oder gab es da auch schon das Szenario, in dem du ausnahmsweise mal „Nein“ gesagt hast? Diese Situation ist keine leichte, ganz klar. Du möchtest unterstützen, den Erwartungen anderer nachkommen, ein gutes Ergebnis erzielen und gleichzeitig spürst du, dass der Workload einfach zu viel ist. Ein echter Drahtseilakt, oder?

Erfolgsdruck ist nicht nachhaltig

Eine der Fragen, die mich immer wieder aufs Neue beschäftigt, zielt darauf ab, wie ich als Person überhaupt arbeiten will. Für mich steht außer Frage, dass ich dabei gesund bleiben will. Obwohl es gesellschaftlich und wirtschaftlich häufig darum geht, höher, schneller, weiter zu kommen, bin ich mir darüber bewusst, dass dieses Mantra für mich weder nachhaltig noch freudvoll ist. Was für mich persönlich zählt, ist ein entspanntes Umfeld, in dem ich etwas lernen kann und meine Kompetenzen einbringe. Ich möchte Wirksamkeit, Wertschätzung und Freude spüren. Ja sogar Leichtigkeit.

Gesundheit als Fundament deines Lebens

Seit gut zwei Jahren arbeite ich nun remote aus dem Homeoffice. Vermutlich erging es dir phasenweise auch so. Oder du bist nach wie vor in der gleichen Situation wie ich. Das Homeoffice birgt durchaus Vorteile, keine Frage. Und doch verschwimmen die Grenzen zwischen privatem Raum und privater Zeit hier viel stärker als es der Fall wäre, wenn du klassisch in die Arbeit gehen würdest. Umso häufiger stellte ich mir deshalb die Frage, was ist gesundes Arbeiten? Schaut man sich die beiden Wörter genauer an, stecken darin Gesundheit und Arbeit. Und klar ist auch, dass nur dann, wenn ich gesund bin, kann ich auch arbeiten. Denn unsere Gesundheit bildet die einzigartige Basis für all das, was wir im Leben tun und sein möchten. Fehlt es uns Menschen an Gesundheit, können wir praktisch wenig, im schlimmsten Fall gar nichts tun.

Arbeit darf nicht krank machen

Was theoretisch als selbstverständlich erscheint, zeichnet in der Realität ein anderes Bild. Denn nicht selten kostet uns die Arbeit Kraft, die es eigentlich braucht, um gesund zu sein. Wir müssen gesund sein, um arbeiten zu können und manche von uns werden durch eben diese Arbeit krank. Das klingt doch zu sehr nach einem Teufelskreis? Deshalb dürfen wir stärker beleuchten, wann die Arbeit eine gesunde Arbeit ist. Das passiert genau dann, wenn das Time-Management dem Selbst-Management entspricht. Dafür braucht es weder zu viel, noch zu wenig. Ebenso impliziert diese Balance eine gute Organisation. Du solltest nicht überfordert sein und wissen, wann es genug ist. Sei der Herr oder die Frau über deinen eigenen Kalender. Und doch ist es auch immer wieder gut eine leichte Überforderung zu spüren, denn so lernen wir super schnell.

Spaß dank offener Unternehmenskultur

Natürlich spielt auch die Unternehmenskultur eine bedeutende Rolle. Es braucht Kollegen, mit denen du dich gut verstehst und einen Rahmen, in dem du Freude und Spaß hast und gleichzeitig dazu lernst. Daneben solltest du dich selbstwirksam fühlen. Mit deinen Aufgaben und mit deinem Wirken. Deine Kompetenz darf eingebracht werden. Platziere dein Wissen und deine Fähigkeiten, die deinen Aufgaben und damit auch deinem Unternehmen dienen. Diese Kompetenzen sollten in jedem Fall weiterentwickelt werden. Und zu guter Letzt solltest du dich sicher fühlen. Psychologische Sicherheit bedeutet keine Konsequenzen fürchten zu müssen, wenn du Kritik äußerst oder zu manchen Aufgaben „Nein“ sagst.

Dein Job braucht keine Maske

Die New Work Bewegung transportiert einen weiteren Aspekt in unsere Arbeitswelten, den ich auch für mich nicht missen möchte. Dabei geht es um Ganzheit, also die Möglichkeit mich als Mensch voll und ganz zu zeigen, so wie ich bin. Und keinen Unterschied zu machen zwischen meinem privaten und meinem beruflichen Ich. Hier geht es darum deine Maske fallen zu lassen bzw. sie gar nicht erst auf der Arbeit mitbringen zu müssen. In Organisationen nehmen wir Rollen ein, die bestimmte Aufgaben erledigen müssen. Manchmal treten Konflikte mit anderen Rollen auf, die wir innehaben. Weshalb es super wichtig ist, dich mit deinen Rollen auseinanderzusetzen. Wie viele Rollen hast du und wie sehen diese Rollen aus? Welche Aufgaben müssen erledigt werden und wo treten Rollenkonflikte auf?

Manche Rollen kollidieren miteinander

Als ich in einem Führungskräfte-Workshop eine simple Rollenanalyse durchgeführt habe, war das so erkenntnisreich für die Teilnehmer, dass sie nur durch die Übersicht erkennen durften, was die einzelnen Menschen täglich zu stemmen haben und weshalb manche Aufgaben miteinander kollidieren. Das Ergebnis? Einige Teilnehmer haben gezielte Rollen bewusst abgegeben, damit Neues entstehen kann. Für Transparenz zu sorgen und die Tatsachen auf den Tisch zu bringen erhöht die Chancen für alle Beteiligten sich besser zu organisieren und damit auch effizienter arbeiten zu können. In deiner Rolle darfst du dich deshalb fragen was du tust.

Work-Life-Balance braucht Flexibilität und Anpassung

Damit wir gesünder arbeiten können, sollten wir einen Blick darauf werfen, wie wir es tun. In erster Linie geht es nämlich darum, gesund zu bleiben, sodass das Feld der Arbeit ganzheitlicher gedacht werden muss. Es braucht mehr Balance in den verschiedenen, wichtigen Lebensbereichen. Und dabei stellt unsere Gesundheit das Fundament für alles. Work-Life-Blending hat zum Ziel, dass diverse Bereiche ineinander fließen. Entscheidend dabei ist aber, zwischen den Modi wechseln zu können. Wann bist du bei der Arbeit, wann bist du privat? Und wann bist du für dich? Um diese Wechsel herstellen zu können, braucht es ein gutes Gefühl für die eigenen Grenzen.

Agilität verbessert die eigene Organisation

Eben deshalb ist es wichtig zu wissen, was dir guttut und was nicht. Was mutest du dir zu und wann ist es genug? Mach dir bewusst, wie viel du arbeiten möchtest und wie viel auch realistisch ist. Dabei solltest du dir immer die Freiheit geben, „Ja“ und „Nein“ sagen zu können. Eine großartige Unterstützung in diesen wichtigen Fragen kann dir dabei die Agilität bieten. Hier geht darum, wie du dich in deiner Arbeit besser organisieren kannst. Agile Prinzipien konzentrieren sich bspw. darauf deine Ziele zu kennen, realistisch und vielleicht in bisschen mehr zu planen, indem Du deine Ziele kleiner schneidest. Deine eigenen Grenzen zu erkunden, dich und deine Arbeit zu überprüfen, iterativ dazuzulernen und Dinge anzupassen bzw. zu verbessern.

Integriere agile Prinzipien in deine Arbeitsweise

Agilität bedeutet auch nicht zu hart mit dir zu sein, also deine Arbeit als deinen Lernweg und Erfahrungsweg zu begreifen. Es geht um Routinen, Entscheidungen zu minimieren und Ergebnisse stichpunktartig zu dokumentieren und diese griffbereit zu haben. Agilität ist nicht nur ein guter Berater, wenn es darum geht effizienter zu werden, sondern auch gesund zu bleiben. Und wenn auch du diese Prinzipien in deine Arbeitsweise und dein Leben integrieren möchtest, um wieder mehr Aufschwung zu erleben, unterstütze ich dich als Business und Agile Coach von Herzen gern.

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